Der Kohlenmeiler brennt…

… „brennen“ ist wohl der falsche Ausdruck, denn zur Herstellung von Holzkohle darf ein Meiler auf keinen Fall brennen, sonst bleibt außer Asche nichts übrig. Ein abendlicher Spaziergang nach Dienstschluß in der Küche führte mich vor ein paar Tagen hoch zum Holzweg – unweit des Hotels – und dort zu Thomas Faißt, dem Köhler. Seit zehn Jahren immer um die Pfingstzeit errichtet Thomas Faißt einen Kohlenmeiler nach alter überlieferter Tradition und stellt Holzkohle her. Der Kohlenmeiler ist dann auch Kulisse für „Kultur am Meiler“, einem Programm mit Musik und Gedichtlesung, Gottesdienst und Familientagen, welches eine Woche lang an der ehemaligen Pflanzschule stattfindet. Stimmungsvolle Abende am schwelenden Meiler mit Lagerfeuer-Romantik laden ein…

Als ich jedoch an diesem Abend hochkam, war das Programm schon vorbei, der Köhler lag in seinem Schlafsack und mit ein paar fotografischen Eindrücken bei aufziehendem Regen bin ich dann auch nicht lange geblieben sondern wieder zurück in den Rosengarten. So ein abendlicher Spaziergang nach einem erfüllten Arbeitstag ist etwas sehr entspannendes und wohltuendes – der Akku wird wieder aufgeladen.

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