Ein besonderer Baum

… ist leider umgeworfen worden. Auf vielen meinen Wanderungen habe ich so meine Lieblingsbäume, die am Wegesrand stehen und ich freue mich immer, wenn ich sie wieder treffe. In einem meiner Bücher steht, dass Bäume eine Seele haben – ich denke, dass wir da mindestens zwei Flaschen guten Rotweins brauchen, um dies zu erörtern. Aber viele Bäume kenne ich schon seit ich denken kann, d.h. sie standen immer schon da. Und wenn dann plötzlich ein besonders großer Baum mit stattlichem Stammumfang oder besonderer Baumkrone oder eigentümlichen Spechtlöchern nicht mehr da steht, dann fällt mir das auf.

So eben auch auf dem Weg zum Sankenbachsee. Eine rieseige Weißtanne mit eigentümlichem Wuchs  – ein zweiter kleinerer Stamm schob sich am großen Haupstamm entlang – ist umgefallen und durch den sonderabren Bruch haben viele Kinder – Große und Kleine – ein neues Spielgerät entdeckt. Die äußere Rinde ist wie eine Zwiebelschale abgerissen und hat, fast wie ein Segelboot – einen Schiffsrumpf ergeben, der dann in den weiteren fast dreißig Meter langen Stamm bis zum Gipfel übergeht. Spannend und lustig.

Hinterlasse eine Antwort