Hochmoore sind besondere Landschaften…

…sie bilden sich aus und auf  Torfmoos, welches sich nicht vollständig zersetzt. Man rechnet circa 1 mm Wachstum pro Jahr in die Höhe, d.h. bedeutet für das an manchen Stellen 8 Meter dicke Torfmoor auf der Hornisgrinde ein Wachstum seit der letzten Eiszeit vor circa 10.000 Jahren – ganz schön alt.

Im übrigen werden etwa 60 verschiedene Torfmoos-Arten unterschieden, die alle verschiedene Ansprüche an den Boden haben, auf dem sie wachsen. Insbesondere die Feuchtigkeit, bzw. hier schon Nässe ist entscheidend. Es gibt sogar eine DIN – Norm für diese Moose. Da sie sich ihre Nährstoffe ausschließlich aus der Luft holen und keinsfalls aus dem Boden, kann man durch Schadstoff-Messung zu verschiedenen Zeiten die Luftbelastung, beispielsweise von Schwermetallen, messen.

Und es sieht einfach schön aus – hat unterschiedliche Farbspiele in den unterschiedlichen Jahrszeiten und im Winter, da liegt dann sogar der Schnee fast 2 Meter hoch. Die Latschenkiefern wachsen vereinzelt und geben die grünen Farbpunkte. An den Randbereichen, wo es trockener wird, kommen dann Birken und Fichten hinzu.

Hochmoor bedeutet nicht, dass es so heißt, weil es oben auf dem Berg wächst, sondern da es über dem Grundwasserspiegel liegt und allein von Niederschlägen gespeist wird, deshalb auch die Bezeichnung Regenmoor.

Seltene Pflanzen, die vor allem in solchen Mooren vorkommen, sind Sonnentau, Moosbeere und Rosmarinheide.

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