Neulich war ich auf einem Seminar….

…auf dem Ruhestein, veranstaltet vom Naturschutzzentrum. Das Thema war „Wald und Natur – Erlebnisraum für die Seele“ oder auch „Wieviel Wildnis braucht die Seele?“ Also dieses Mal gar nicht botanisch, keine 50 verschiedenen Torfmoose oder Wildkräuter, nein das war etwas ganz anderes, ganz spannendes.

Nun, Antworten auf die oben gestellte Frage haben wir keine bekommen, gefunden – zumindest keine allgemeingültigen. Aber allein schon die Fragestellung und die persönliche Beschäftigung mit der Thematik machte dieses Seminar zu einem meiner perönlichen highlights in diesem Jahr.

Ist es nicht so, dass wir für unser Wohlbefinden – das körperliche gewissermaßen – drei Mal am Tag an den Kühlschrank gehen und uns versorgen; für die geistige Fitness machen wir Denksportaufgaben und vieles mehr – doch was tun wir für das Wohlbefinden unserer Seele? Gar nicht so einfach, darauf eine Antwort zu finden!

Ja, es ist nicht einmal einfach, einem Kind mit wenigen Sätzen zu erklären, was die Seele eigentlich ist. Haben Sie es schon mal probiert, bzw. sind Sie von einem Kind schon mal gefragt worden: „Was ist denn eigentlich die Seele, Papa, Oma, Onkel..?“ Für diese Antwort sollte man fast schon etwas vorbereitet sein, denn so aus dem Stehgreif, also ich hatte da meine Schwierigkeiten.

Während des Seelen-Tages hatten wir ein schönes Erklärungsmuster – wir betrachteten in einer Pfütze unser eigenes Spiegelbild. Es war da, klare Konturen – eindeutig ich, aber einfach nicht zu greifen, als ich es anfassen wollte verschwand es und kehrte, als das Wasser sich beruhigte sofort wieder zurück,  bzw. es war nie weg, aber die Wellenbewegung durch meine greifende Hand ließ es optisch verschwinden… Wir bräuchten zwei Flaschen Rotwein, bis wir diese Thematik besprochen hätten…

Nun denn, der Seele tun Bilder gut, Bilder die in uns erzeugt werden. Und ob die Bilder uns wirklich gut tun und nicht schaden, das hängt wiederum von unserer Haltung ab, unserer Haltung dem Leben gegenüber. Bilder, die wir äußerlich sehen, beeinflussen uns und prägen unsere inneren Bilder, die wir uns von den Dingen machen. Und es sind die positiven Dinge, die harmonischen Lebenszüge, die unserer Seele gut tun und die wir durch Liebe der Welt und den Menschen gegenüber, durch Toleranz und Hilfsbereitschaft stärken können.

Einige Eindrücke vom Naturumfeld, dem Bannwald „Wilder See“ – in welchem ich den Tag verbrachte, finden Sie auf der facebook-Seite. Wobei ich nicht verschweigen möchte, dass das fotografieren mit der Kamera ablenkt, auf der Suche nach dem Motiv, der schönen Einstellung leidet die Aufnahmefähigkeit für die inneren Bilder, der Apparat lenkt ab. Nur am Anfang des Seelen-Tages hatte ich den Wunsch zu fotografieren, zu dokumentieren – später dann ließ ich die Bilder nur noch für mich  entstehen…

https://www.facebook.com/media/set/?set=a.543726405704425.1073741831.119748784768858&type=1

Hinterlasse eine Antwort