unser Wald hat viele Gesichter….

… und das ist das vielleicht schönste am Schwarzwald rund um Baiersbronn. Menschen haben den Wald immer genutzt, geformt, gestaltet – seit der ersten Besiedelung vor über 1000 Jahren. Die Gemeindefläche Baiersbronn mit fast 19000 Hekar besteht zu über 75% aus Wald. Vor allen Dingen ein Wirtschaftswald, der den Menschen Arbeit und Auskommen gibt. Dies natürlich den Waldarbeitern und Forstbediensteten, aber auch der Tourismus, unsere Hotels, leben vor allen Dingen vom Wald.

Und da ist es schön, dass unser Wald so vielfältig ist. Natürlich finden Holzfällerarbeiten statt – fast 200 Menschen schlagen über 100000 Festmeter Holz pro Jahr in den weitläufigen Wäldern in der Region. Gut, dass es so eine gute Zusammenarbeit mit dem Tourismus gibt, denn die Förster melden die Gebiete, welche wegen den Arbeiten gesperrt werden müssen, an des Tourimsusbüro und so werden die wandernden Gäste auf Routen hingewiesen, wo keine Absperrschilder stehen.

Und wir haben Naturschutzgebiete, Landschaftsschutzgebiete, Biotope, Schonwälder und auch Bannwälder, welche alle einen besonderen Schutzstatus haben, so dass die Schönheit und die Eignung für bestimmte Tiere und Pflanzen erhalten bleiben. Solche Gebiete sind wichtig, als Kontrast zum Wirtschaftswald und als besonderer Erholungsraum, welcher Stille und Ruhe beschert, die wir doch so oft vermissen in unserer hektischen Alltagswelt. In diesen Schutzflächen gibt es unterschiedliche Regelungen der Wald- bzw. Holznutzung. Die strengste Kategorie ist der Bannwald – hier ist der Mensch mit seinen Motorsägen und Harvestern „verbannt“ und die Natur entwickelt sich, wie sie möchte – spannend zu beobachten. Dieselbe Schutzkategorie beinhaltet ein Nationalpark, welcher für unsere Region angedacht ist und der eine größere Fläche von etwa 10.000 Hektar umfassen würde. Für manche Menschen eine riesig große Fläche – für andere eine vertretbare Fläche, die der wirtschaftlichen Nutzung entzogen werden könnte. Ich denke, es wäre schön, neben unseren Vorzeige – Plenterwäldern, z.B. des Stadtwaldes Freudenstadt, um den uns viele beneiden und dem normalen Wirtschaftswald, wo ein nachhaltiegr Waldbau betrieben wird eine Fläche für einen Nationalpark zur Verfügung zu stellen. Auf der einen Seite beobachten wir dann die Holzerntemaschinen bei Ihrer Arbeit und bewundern die Präzision wie gearbeitet wird –  ein nachwachsender Rohstoff wird einer wirtschftlichen Nutzung zugeführt, und wir haben nebenan auch den Wald an sich, der wächst wie er will, nachdem wir ihn über dreissig Jahre mit helfenden Maßnahmen begleitet haben zu einem andern Waldbild mit allen Facetten – jungen Bäumen, wachsenden Bäumen und alten Bäumen – Baumriesen und abgestorbenen Bäumen. Es sind vor allen Dingen die abgestorbenen Bäume, die manche Menschen im Waldbild stören, denn im Wirtschaftswald gibt es sie nur in minimaler Anzahl – da werden die Bäume ja im besten Alter geerntet und verkauft – in einem sich selbst überlassenen Wald müssen, nein dürfen wir die Bäume anschauen, wie sie sind – und da werden auch viele graue Baumskelette sein… unter denen sich dann natürlich wieder neues grünes Leben entfaltet – wie im echten Leben eben – es ist ein Kreislauf!

Zuerst ein paaar Bilder, die bestehende Details beleuchten – Romantik am Buhlbachsee, Wissen und Erlebnis am Lotharpfad – und der Buchdrucker mit seinem Fraßbild – ein Borkenkäfer, welcher für  Diskussionen sorgt – groß wie ein Streichholzkopf und solche eine „Schreckens-Berühmtheit“:

Nacholgend einige Eindrücke bei der Holzernte im Wirtschaftswald:

An der Länge des Beitrages sieht man die Komplexität des Themas, aber ein paar Eindrücke des Bannwaldes will ich nicht vorenthalten – hier darf Natur noch Natur sein – so wünsch ich mir einen Nationalpark:

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