Wehmut ist so eine Sache und der Wanderkoch…

…ist Gott sei Dank von Wehmut selten geplagt. Aber im Moment schwingt sie schon ein wenig mit, im Leben rund um meine Heimat. Andererseits gibt es auch Grund zum freuen und letztendlich zeigt sich immer wieder: „Das einzig Beständige ist der Wandel“. Und hier trifft es besonders zu, denn es geht um Natur und Natur ist geprägt vom Werden und Vergehen. Ständige Veränderungen gehören zum System, aber bevor ich jetzt abgleite ins beinahe philosophische kommen wir lieber zurück zum eigentlichen Anliegen.

Das Naturschutzzentrum Ruhestein hat zum 1. Januar 2015, nach einer Übergangsphase von einem Jahr, aufgehört zu existieren und geht nun auf im neu geschaffenen Nationalpark Schwarzwald. Seit Gründung des NAZ im Jahre 1998 waren wir mit dem Rosengarten ständiger Begleiter und haben vielen Angebote gebucht.  Für unsere Gäste sind es wunderschöne informative Erlebnisse gewesen, mit dem Ranger über die Grinden zu wandern, gemeinsam den Bannwald um den Wilden See zu erkunden, das Hochmoor auf der Hornisgrinde erklärt zu bekommen, ornithologische Frühwanderungen morgens um sechs Uhr zu machen, mit dem Panoramabähnle über die Elme zu fahren, Spannendes am und über den Holzweg in Baiersbronn zu erfahren, ja wir hatten sogar schon eine „Beerenausstellung“ im Rosengarten mit der passenden Wanderwoche „Warum essen Bären Beeren…“. Ihr merkt, der Wanderkoch versinkt geradezu im Nostalgischen.

Im NAZ war es immer heimelig, überschaubar, fast schon familiär, sowohl was das Gebäude anbetrifft, als auch mit den Menschen dort oben an der Schwarzwaldhochstrasse.  Das Haus am Ruhestein, eine Jugenstilvilla mit dem Namen „Villa Klumpp“ 😉  ,  mit seiner Daueraustellung im Erdgeschoss war auch oft Schlechtwetteralternative, wenn wir mal nicht rauskonnten in die Wälder.  Die Arbeit des Naturschutzzentrums mit seinen Mitarbeitern gliederte sich hauptsächlich in zwei Bereiche: zum einen in die Betreuung der Naturschutzgebiete entlang der Schwarzwaldhochstrasse und zum anderen möchten die Mitarbeiter den Menschen diese Natur auch erlebbar machen. Dies vor allem mit Ihrem Wissen, welches bei Führungen, Wanderungen und Seminaren weitergegeben wird, aber auch durch einige Einrichungen die speziell für die Besucher geschaffen wurden. Die Besucher sind vor allem Kinder und Jugendliche im Rahmen von Schulausflügen oder Ferienprogrammen, aber auch Urlaubsgäste und Einheimische, die sich die Natur gerne zeigen lassen möchten.

Ein persönlicher Dank des Wanderkochs soll und darf nicht unerwähnt bleiben: Das allermeiste was der Wanderkoch so erzählt, hat er nämlich von den Mitarbeitern des Naturschutzzentrums gelernt; das geht ja mittlereile so weit, dass der Wanderkoch schon eigene Wanderungen durchführt 😉 In den vielen Jahren der Zusammenarbeit gab es soviele schöne Erlebnisse, Eindrücke und Informationen, die das Leben des Wanderkochs ein Stück geprägt haben und die er nicht missen möchte. „Tausend Dank dafür !“

Bevor nun ein paar Bilder den „Nachruf“ abrunden noch der geäußerte Wunsch, dass die Erfolgsgeschichte des NAZ ihre Fortsetzung nimmt im neuen Nationalpark. Es wird sicherlich nicht mehr so anheimelnd und gemütlich sein, wie im überschaubaren NAZ, aber es sind die Menschen, die die Geschichten schreiben und die Menschen werden es schon richtig machen, da habe ich volles Vertrauen. Das vielfältige touristische Angebot, welches über Jahre von den Mitarbeitern des NAZ geschaffen, gepflegt und ständig erweitert wurde, muss und wird auch im neuen Nationalpark vorhanden sein – der Wanderkoch freut sich darauf….

 

 

 

 

 

 

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