Wer sich in Baiersbronn aufhält, kommt daran nicht vorbei…

…eben weil er oder sie so oft daran vorbeikommt. Für die Einheimischen unauffällig, für Gäste meist schon eher bemerkenswert sind die unzähligen Brennholzstapel, die es in und um Baiersbronn gibt – manche behaupten, es gäbe in den Wäldern mehr Holzstapel als Rehe und zumindest sieht man von den einen – nämlich den Stapeln –  auch mehr.

Nun ist es aber so, dass der Schwabe im allgemeinen und der Baiersbronner im Besonderen einen Holz-Stapel nie einen solchen nennen würden, sondern es gibt einen Extra-Namen dafür: Die Beige bzw. die Holzbeige und das Verb dazu ist beigen und manchmal sogar aufbeigen. Und das Beigen bzw. das Resultat davon ist eine Wissenschaft für sich. Über das richtige Beigen gibt es so viele Ansichten, wie es Menschen gibt, die diesem „Hobby“ nachgehen und auf ihre Weise hat natürlich jede Beige ihre Eigenart, ja manchmal ist es geradezu Kunst – und darüber lässt sich bekanntlich nicht streiten. Ästethik spielt beim beigen eine große Rolle, dies betrifft zum einen das gleichmäßige und im Wasser liegende Aufschichten der Holzstücke, aber genause wichtig ist die Abdeckung, quasi die Ummantelung des vor Nässe zu schützenden Holzes. Und hier treibt die Ästethik wahre Blüten; was auf den Holzbeigen manchmal zu liegen kommt ist die reine Abfallentsorgung von Lastwagenplanen, Eternitplatten, verrosteten Blechdächern und vieles mehr, ganz nach dem Schwabenmotto: „Joah nix verkomma lasse!“ Und dabei können Holzbeigen so schön sein…

Hier wäre vielleicht mal ein Wettbewerb angebracht: „Wer hat die schönste Beige im Tal“

Aber nun genug geredet; Bilder geben beredter Zeugnis des Vorhandenen und deshalb eine Galerie zum Thema Holzbeige in Baiersbronn, einfach auf ein Bild clicken und dann per click die einzelnen Bilder anschauen:

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