Wir sind im Urlaub….

…d.h. natürlich, dass der Rosengarten wegen Betriebsferien geschlossen ist, und zwar bis zum 17. Dezember. Nun ist Urlaub ja dazu da, sich zu erholen, neue Dinge zu sehen und zu erleben, Kraft zu schöpfen, abzuschalten, den Akku aufzuladen usw. usw. – da gibt es eine Mege Begriffe dafür. Und es ist echt schön im Urlaub, lange schlafen 😉 ist zum Beispiel mein favourite, Carmen’s sind dann eher die ausgedehnten Spaziergänge und Wanderungen am Strand. Dinge eben tun für die sonst im Jahr dann wenig Zeit bleibt; da gehört natürlich für uns  das Lesen dazu – viel lesen. So habe ich mir beispielsweise dieses Mal ein Buch über fernöstliche Buddha-Weisheiten mitgenommen – das ist allerdings so schwer und hat so viele Seiten, dass wenn das Buch mich nicht gerade erchlägt, wenn es mir abends aus der Hand fällt , es wohl die längsten Betriebsferien aller Zeiten badarf, bis ich das Buch durchhabe – wahrscheinlich wird das so enden, dass das Buch angefangen im Bücherregal endet und irgendwelcher Besuch dann irgendwann anerkennend nickt: „Oh, Du liest auch Bücher über Buddha…!“ Zudem habe ich mir antürlich reichlich Auswahl an Büchern mitgenommen.

Normalerweise gibt es bei meinen blog-Beiträgen immer auch Bilder, aber dieses Mal nicht. Hier ist das mit dem Internet nicht ganz so einfach und beim hochladen von Bildern vergeht zum einen unglaublich viel Zeit und zum anderen sieht man die Bilder nur schemenhaft auf dem Bildschirm, fast abstrakte Kunst, und deshalb weder Bilder von unseren Umbaumaßnahmen im Rosengarten, noch Aufnahmne aus dem Urlaub.

Im übrigen zählt das blogschreiben ja zu meinen Freizeitbeschäftigungen, d.h. das macht mir einfach viel Freude und damit zählt es auch nur bedingt zur Arbeit – als wir zuhause losfuhren war der allgemeine Rat: nun fahrt mal, genießt es und lasst mal alles andere daheim. Und im Urlaub kommt man dann ja runter und kann seinen Gedanken auch mal freien Lauf lassen. So ist mir letztens in einem Artikel wieder mal der Begriff der work-life-balance begegnet.  Ein Begriff, der mir,  je mehr ich darüber nachdenke, immer schwerer fällt zu verstehen. Balance stellt sich doch ein, wenn zwei Waagschalen im Gleichgewicht sind. Aber wenn in der einen Waagschale „life“ liegt, tja, dann ist „work“ offensichtlich kein life mehr: Nur- was ist es dann? Das hört sich dann so an, als wenn work nur da wäre, um das life aus diesem Gleichgewicht zu bringen. Nun habe ich das große Glück mein Hobby ein Stück weit zum Beruf gemacht haben zu können – und so sollte es doch für jeden sein, dass die Arbeit integraler Bestandteil des eigenen Lebens ist. Das führt zu großer Harmonie und Zufriedenheit. Ein Gutteil unseres Lebens verbringen wir doch mit „work“ und wenn als Folgerung des Begriffs nur „Nicht-work“ zum life, also zum lebenswerten, gehört, dann kann nur Ziel sein, die Arbeit möglichst porsitiv und bereichernd zu sehen und zu gestalten. Sie ist  zwar notwendig und damit zwangsläufig, aber doch nicht fundamental von Übel und da betrachte ich es als ein echtes Glück, dass ich so oft mit meinen Gästen in der Natur sein darf. Der Ort, wo ich mich dann besonders wohl fühle ist  im speziellen für mich der Wald. Der Nord-Schwarzwald ist geprägt durch seine ausgedehnten und weitreichenden tiefen Wälder,  in denen Stille nicht nur ein Begriff ist. Hier erleben wir eine großartige Vielfalt an Pflanzen und Tieren, bewundern Ihre Schönheit, erstaunen über ihre Exotik, verstehen ihre Zusammenhänge und last but not least genießen wir mit allen Sinnen ihre Besonderheiten.  Dass mir solche Gedanken hier auf einer Nordseeinsel bei langen Strandspaziergängen im Angesicht von Möwen und Robben, bei steifer Brise und einer gebratenen Scholle kommen – auch wieder ein paar Gedanken wert.

In diesem Sinne und bis bald, wieder aus dem Schwarzwald – der Wanderkoch…

 

 

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